Samstag, 9. Juni 2012

EM 2012 - Deutschland: Currywurst

Heute spielt unsere Elf zum ersten Mal, also kommt es bei uns etwas aus der eigenen Heimat auf den Tisch. Ich muss aber zugeben, dass ich bei der Auswahl der heutigen Speisekarte am meisten Schwierigkeiten hatte (kann daran liegen, dass Schweinshaxe mal so gar nicht mein Fall ist ebenso wie Kölsche Flonz und Co. Und Sauerkraut gab es diese Woche schon bei uns). Also habe ich mich spontan für Currywurst entschieden. Aus der Diskussion, ob die Currywurst nun in Hamburg oder Berlin erfunden wurde, halte ich mich raus - ist für meinen Zweck ja auch egal, Hauptsache sie gehört zur deutschen Küche. Als Beilage haben wir uns für selbst gemachte Pommes und einen grünen Salat (fürs Gewissen) entschieden.



Zutaten (für 2 Personen):
2 Nürnberger Bratwürstchen (große natürlich)
2 kleine Zwiebeln
2 EL Olivenöl
1 EL Tomatenmark
250 g Tomatenketchup
3 EL Balsamicoessig
2 EL Honig
1 TL Sojasauce
1 TL Chilipulver
2 EL Currypulver

Zubereitung:
Die selbstgemachten Pommes haben wir in der Actifry gemacht. Dafür werden die Kartoffeln geschält, in Stifte geschnitten, mit 1EL Öl und Salz vermischt und 45 Minuten in meiner Lieblingsküchenmaschine fritiert. In der Zeit die Würstchen grillen. Für die Sauce die Zwiebeln in kleine Stücke schneiden, in Öl anschwitzen. Das Tomatenmark dazu geben und kurz mit anrösten. Mit ein wenig Wasser ablöschen. Ketchup, Balsamico und Honig hinzufügen und alles kurz aufkochen. Die Sauce mit Sojasauce, Chilipulver und Currypulver abschmecken. Unsere Version haben wir noch mit einem Schuss Sherry verfeinert. Die Würstchen werden in Stücke geschnitten, die Sauce wird darauf verteilt. Zum Schluss noch mit etwas Currypulver bestäuben.

Freitag, 8. Juni 2012

EM 2012 - Griechenland: Gyros

Fußballverrückter als mein Freund kann man wohl kaum sein. Deshalb ist es klar, dass bei uns Zuhause in den kommenden drei Wochen nur Fußball laufen wird (das Perfekte Dinner muss ich also aufnehmen...). Gestern haben wir uns spontan überlegt, die EM auch kulinarisch zu begleiten und jeden Tag ein Abendessen aus einem Land, das an diesem Tag spielt zu kochen. Zur Eröffnung hätte ich mich eigentlich für ein polnisches Rezept entscheiden müssen, aber da es doch sehr kurzfristig war, ist die Wahl für heute auf griechisches Gyros gefallen (verzeih mir Vio! Bigos gibt es dann am Dienstag!). Immerhin ist Gyros ein Gericht aus einem meiner liebsten Urlaubsländer - in das ich aber wohl erstmal nicht mehr fahren werde. Also hole ich mir Griechenland nach Hause (getippt habe ich in unserer Bürorunde aber trotzdem für Polen...)


Zutaten:
1 Schweinefilet (ja, es ist Gyros deluxe)
2 Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
gutes (!) Olivenöl
Gyrosgewürzmischung
Kartoffeln
Salz, Pfeffer
1 Becher Creme Fraiche
1 kleiner Becher Quark
1 Gurke
1 kleine Dose Mais
1 Paket Schafskäse
3 große Tomaten
1 Paprika
(wer mag Oliven)

Zubereitung:
Am Vortag das Schweinefilet in Streifen schneiden, Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. In einer Schüssel Olivenöl, 2 Knoblauchzehen und die Gyrosgewürzmischung verrühren. Zwiebeln und Fleisch ebenfalls dazu geben, alles gut vermengen, abdecken und über Nacht kalt stellen.
Am nächsten Tag Paprika, Tomaten und eine halbe Gurke in Stücke schneiden, mit dem Mais vermengen und mit Öl, Salz und Pfeffer abschmecken. Darüber den Schafskäse zerbröseln. Wem es schmeckt, der kann noch Oliven zu dem Salat geben.
In einer Schüssel Creme Fraiche, Quark, 2 gepresste Knoblauchzehen und Salz und Pfeffer vermengen. Die andere halbe Gurke klein raspeln, Wasser ausdrücken (das geht zum Beispiel, indem Ihr die Gurkenmasse in ein sauberes Küchentuch gebt, dieses verschließt und dann das Wasser ausdrückt). Gurken in die Quarkmasse geben, gut verrühren, mit einem guten Schuss Olivenöl vermengen.
Dazu haben wir Kartoffelscheiben aus der Actifry gegessen.

Mittwoch, 30. Mai 2012

Nachtisch: Creme Brulee

Ich liebe Creme Brulee: frisch, lecker und der Brenner kann auch endlich mal wieder benutzt werden! Bunsenbrenner für die Küche gibt es übrigens schon für 20 Euro, eine Anschaffung, die sich lohnt!
Probiert die Creme Brulee doch einfach mal aus, so schwer, wie man vielleicht vorher denkt, ist es gar nicht. Ich habe unterschiedliche Rezepte ausprobiert und mich am Ende für dieses entschieden. Bei Rezepten, bei denen die Milchmasse nicht aufgekocht wird, ist die Creme am Ende nicht wirklich fest geworden. Deshalb sollte Eure Wahl auf jeden Fall auf ein Rezept fallen, bei dem gekocht wird!


Zutaten:
250 ml Sahne
250 ml Milch
120 g Zucker
2 Vanilleschoten
2 Eier
3 Eigelb
brauner Zucker zum Karamellisieren

Zubereitung:
Die Vanilleschoten auskratzen. Die Sahne, die Milch, den Zucker, das Vanillemark und die Vanilleschoten in einen Topf geben und aufkochen. Eier und Eigelb in der Zwischenzeit schaumig schlagen, anschließend die heiße Sahne-Milch-Mischung langsam unterrühren. Den Backofen auf 150 Grad vorheizen. Eine Auflaufform (oder das Backblech, wenn es tief genug ist) mit Wasser füllen (vorsicht: nicht zu viel, dass es überschwappt, aber auch nicht zu wenig Wasser nehmen). In die Auflaufform ofenfeste Förmchen stellen, die Mischung für die Creme Brulee in diese Förmchen geben. 40 Minuten im Ofen stocken lassen, anschließend 4 Stunden im Kühlschrank abkühlen lassen (Naschkatzen machen sich direkt über eine heiße Form her, das ist auch sehr köstlich!!!) Vor dem Servieren mit braunem Zucker bestreuen und mit dem Bunsenbrenner karamellisieren.

Hausfrauen-Tipp: Kartoffeln

Huete gibt es nur mal einen kleinen Hausfrauen-Tipp von meiner Oma: Wenn Ihr normale Salzkartoffeln zubereitet, solltet Ihr nach dem Kochen zwar die Herdplatt ausschalten und das Wasser abgießen, die Kartoffeln im Topf aber dann noch mal kurz auf die heiße Herdplatte stellen und schwenken! Dadurch gibt es eine ganz dünne Schicht, die sich über die Kartoffeln zieht. Ihr werdet sehen: Die Kartoffeln schmecken so, wie man sie von der Oma kennt.

Donnerstag, 24. Mai 2012

Nachtisch: Erdbeeren mit Mascarponecreme

Seid Ihr auch so verrückt nach Erdbeeren wie ich? Ich könnte mich im Moment nur von den süßen Früchten ernähren – und deshalb brauche ich natürlich viele Rezepte, um immer Abwechslung auf den Tisch zu zaubern. Wenn es mal ein leckerer Nachtisch für Gäste sein soll, greife ich gerne auf dieses Rezept zurück: Erdbeeren mit Mascarponecreme.


Zutaten (für 4 Personen):
500 g Erdbeeren
2 EL Amaretto (oder etwas mehr ;-) )
50 g Amarettinis
50 g Puderzucker
250 g Quark
250 g Mascarpone
100 g Zucker
200 ml Sahne
Zubereitung:
Die Erdbeeren waschen und die Früchte in Viertel schneiden! Siebt danach den Puderzucker über die Erdbeeren und gebt den Amaretto zu der Masse. Alles gut verrühren. Danach die Amarettinis zerbröseln. Schlagt im Anschluss die Sahne steif und verrühren diese in einer separaten Schüssel mit dem Quark, der Mascarpone und dem Zucker. Die Hälfte der Erdbeeren wird dann püriert, die andere Hälfte in Gläser gefüllt. Darauf wird ein Teil der Amarettinibrösel verteilt, darüber die Creme gegeben und darauf das Erdbeermus gegossen. Lecker!

Mittwoch, 9. Mai 2012

Vorspeise: Salat mit Spargel und Erdbeeren

Dieses Rezept habe ich dank meiner lieben Oma kennen gelernt. Sie leitet einen Kochkurs für Männer 55+ und lädt mich jedes Jahr zum Abschlussessen ein, wo es im vergangenen Jahr diesen leckeren Salat gab.



Zutaten (für 4 Personen):
500 g weißer Spargel
500 g grüner Spargel
500 g Erdbeeren
2-3 EL Öl
75 g Puderzucker
150 ml weißer Balsamicoessig
Salz, Pfeffer
100 g Rauke
2 EL gehackte Walnüsse
125 g geriebenen Parmesankäse

Zubereitung:
Spargel waschen, schälen und die unteren holzigen Enden abschneiden. Die Stangen in gleichmäßige Stücke schneiden. Erdbeeren ebenfalls waschen, putzen und je nach Größe eventuell halbieren. Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Spargel darin unter Wenden anbraten, Walnüsse dazugeben, mit Puderzucker bestäuben, karamellisieren lassen und mit Essig ablöschen. Aufkochen, 6-8 Minuten bei schwacher Hitze köcheln, mit Salz und Pfeffer würzen. Erdbeeren untermischen. Alles aus der Pfanne nehmen und in einer Salatschüssel abkühlen lassen. Rauke putzen, waschen, abtropfen lassen und unterheben. Den Salat in Schälchen mit Pfeffer bestreut anrichten und mit dem Parmesan dekorieren.

Dienstag, 10. April 2012

Hoteltipp: Hotel Enzian in Zauchensee

















Ein verschneiter Wald, die Straße führt kurvig den Berg hinauf und man sieht nur noch Natur: Schon fühlt man sich wie angekommen und die Entspannung beginnt. In Zauchensee checken wir im Hotel Enzian ein und fühlen uns sofort wohl: Das Team ist unfassbar freundlich, die Einrichtung passt: nicht zu modern aber auch nicht zu altmodisch, eben urig, wie ich es im Skiurlaub auch erwarte. Für uns als Skifahrer ist ein großer Vorteil des Hotels die Nähe zur Gondel: Morgens werden die Skier aus den abschließbaren (!) Spinden geholt, nach wenigen Schritten steht man am Lift. Entsprechend toll ist natürlich auch die Aussicht vom Balkon aus. Wir haben gerne nach dem Skifahren noch ein Bier mit Blick auf die Piste auf dem Balkon genossen oder abends die Raupen beim Präparieren der Pisten beobachten.
Aber nun das Wichtigste für einen Gourmet: Zum perfekten Urlaub gehört für mich nämlich auch das Genießen! Und da haben wir den perfekten Skiurlaub erlebt, denn was könnte es besseres geben als tolles Essen nach einem wunderschönen Tag in den Bergen. Das Team im Hotel Zauchensee hat sich in der Tat jeden Abend selbst übertroffen und Delikatessen auf den Tisch gezaubert. Beim Frühstück können die Gäste auswählen, welche Hauptspeise sie am Abend genießen wollen. Es gibt jeden Abend ein vegetarisches Gericht bei der Auswahl, Essen aus der Region und moderne Küche. Die Entscheidung fiel meist schwer, denn eigentlich hat sich immer alles lecker angehört. Am Abend beginnt das Essen mit einem frischen Salat vom Buffet, danach sorgt eine Suppe für Aufwärmung vom Skitag, die Hauptspeise und ein leckerere Nachtisch runden das Abendessen ab. Schnell fällt auf: Im Hotel Enzian wird ausschließlich frisch gekocht! Alles ist selbst gemacht und das Auge isst mit, denn der Küchenchef scheint viel Wert auf Deko zu legen. Liebevoll und aufmerksam ist auch das Personal im Speiseraum: Sie geben Weintipps, decken zügig ab, sorgen für den Getränkenachschub und haben immer ein Lächeln für die Gäste - die Kellner sind präsent ohne aufdringlich zu wirken!
Einen Abend werde ich besonders in Erinnerung halten, denn da haben wir so gut wie selten gegessen. Nach einem Amuse Bouche wurde uns "Geeiste Lende vom Weidenrind mit Limettenrahm und Parmesanflocken" serviert. Das Fleisch schmeckte so zart, dass wir uns auch daran hätten satt essen können. Áder nächste Gang "Kartoffel-Chili-Schaumsuppe mit Kräuterfrischkäsetascherl" stand der Vorspeise in nichts nach. Ebenfalls ein Genuss "Konfierte Lachsforelle auf cremigen Rosmarinrisotto und sautierten Kürbiswürfeln mit rotem Rübenschaum". Mein Freund konnte gar nicht genug davon bekommen! Ausgezeichnet auch das "Im ganzen gebratene Rinderfilet mit hausgemachten Kartoffelgratin und glacierten Gemüse". Das Rind war auf den Punkt richtig gegart - Respekt an den Küchenchef! Als Nachtisch zauberten die Enzian-Köche "Hausgemachte Windbeutel gefüllt mit cremigen Vanilleschaum". Ich muss gestehen, dass Windbeutel nicht so mein Ding sind - bis jetzt, denn die Windbeutel im Hotel Enzian haben mich überzeugt. Auch mein Freund hat die ganze Woche Nachtisch gegessen - und sucht normalerweise das Weite, wenn es um den süßen Dessertgenuss geht.
Das Skigebiet ist übrigens bestens zu empfehlen: Die Pisten bieten für Anfänger und Könner Herausforderungen, auch einem Familienurlaub steht so nichts im Wege. Für Freunde des Apres Ski lädt ein Skizelt zum Feiern ein und der kleine Ort Zauchensee hat sich trotz Tourismus den Charme eines kleinen Bergdorfes bewahrt. Die Skilifte sind modern - es gibt nur wenige Sessellifte ohne Windschutz und Sitzpolster, Schlepplifte lassen sich komplett vermeiden. Für uns war es eins der schönsten Gebiete, in denen wir je Skifahren waren - und wir sind sicher, dass wir wieder kommen werden.